Blasenentzündung vorbeugen

Was ist Blasenentzündung?

Fast jede Frau war schon einmal davon betroffen - manche haben immer wieder damit zu kämpfen: Blasenentzündung. Frauen leiden bis zu viermal so häufig darunter wie Männer. 5-10% der Frauen in Deutschland leiden unter chronischen Blasenentzündungen. Grund dafür ist die deutlich kürzere weibliche Harnröhre, durch die Bakterien rascher in die Blase aufsteigen können und dort die Entzündung verursachen. Oft handelt es sich um körpereigene Bakterien am falschen Ort; denn durch die Nähe von Harnröhre, Scheide und After sind häufig harmlose Darmbakterien (Escherichia coli) die Auslöser für eine Blasenentzündung, wenn sie in die Blase gelangen.

Basenentzündungen in unterschiedlichen Lebensphasen

Hormonumstellungen können Frauen anfälliger für Blasenentzündung machen. Beispiele für solche Lebensphasen sind die Schwangerschaft oder die Wechseljahre.
Auch verstärkte sexuelle Aktivität kann eine Blasenentzündung begünstigen. Die sogenannte "Honeymoon Cystitis" ist eine häufige Begleiterscheinung ungeschützter sexueller Kontakte, vor allem mit einem neuen Partner. Das Phänomen lässt nach einigen Wochen bis Monaten meist wieder nach.

Eine besondere Form der Blasenerkrankung: Reizblase

Eine Reizblase ist zwar keine Blasenentzündung im eigentlichen Sinne, doch ist in vielen Fällen nicht weniger unangenehm: Betroffene leiden unter dem Gefühl häufig Wasser lassen zu müssen. Bei einigen ist der Blasenschließmuskel zu schwach um das Wasser vollständig halten zu können, und es werden kleine Urinmengen abgesondert. Ausgelöst wird eine Reizblase, z.B. durch Nässe- oder Kältebelastungen oder regelmäßige Blasenentzündungen.

Faktoren, die eine Blasenentzündung begünstigen

• Östrogenmangel in den Wechseljahren
• Durch die veränderte Hormonlage in der Schwangerschaft erweitert sich die    Harnröhre - Bakterien gelangen so noch leichter in die Blase
• Geschlechtsverkehr (durch Reibung werden Bakterien in die Harnröhre gepresst)
• Falsche Genitalhygiene
• regelmäßige Belastung der Blase durch Nässe oder Kälte
• psyche Belastungen

Wie wird eine Blasenentzündung behandelt?

Behandlungsbedürftig ist eine Blasenentzündung in jedem Fall. Erste Hilfe verschafft viel trinken - womit man einer Blasenentzündung auch vorbeugen kann. Bleiben die Symptome länger als einen Tag bestehen oder verschlimmern sie sich sogar, so ist die Blasenentzündung bereits fortgeschritten und ein Arztbesuch unbedingt notwendig. Meistens ist eine Behandlung mit Antibiotika unvermeidlich, damit die Entzündung nicht bis in die Nieren aufsteigt, was schnell gefährlich werden kann. Gerade deshalb ist das Vorbeugen so wichtig, damit es gar nicht erst zu einer Blasenentzündung kommt.

Tipps zur Vorbeugung von Blasenentzündungen

• Richtige Genitalhygiene: Nach jedem Toilettengang sollte man stets von vorne   (Scheide) nach hinten (After) abwischen. So vermeidet man das Risiko, dass   Darmbakterien in die Nähe der Harnröhre und damit nur allzu leicht in die Blase   gelangen.
• Immunsystem stärken: Je widerstandsfähiger Ihr Körper ist und je stärker das   körpereigene Immunsystem, desto besser kann er Bakterien abwehren. Als   Nahrungsergänzung wurde alphabiol Cranberry zum Erhalt des normalen                                                                                         Immunsystems entwickelt.
• Viel trinken - mindestens 2, besser noch 3 Liter pro Tag. Auf diese Weise wird die Blase regelmäßig geleert und eventuell   eingedrungene Bakterien haben keine Möglichkeit, eine Blasenentzündung auszulösen. Auch bei einer Reizblase empflieht es sich viel zu trinken. Dadurch müssen Sie zwar zunächst mehr trinken, aber die Blasenmuskeln werden trainiert.
• Entleeren Sie regelmäßig die Blase. Je länger der Urin in der Blase verweilt, desto stärker können sich Bakterien vermehren   und das Risiko einer Entzündung steigt. Halten Sie den Urin nach Möglichkeit nicht auf, wenn Sie Harndrang verspüren.
• Wenn Sie die Beobachtung gemacht haben, dass Geschlechtsverkehr einen Risikofaktor für Sie darstellt: Gehen Sie unmittelbar   nach dem Geschlechtsverkehr auf Toilette, um eventuell in die Harnröhre gelangte Bakterien hinaus zu spülen, bevor sie in die   Blase gelangen. Auch die Verwendung eines Kondoms kann helfen.
• Tragen Sie atmungsaktive Baumwollunterwäsche, die dazu beiträgt, dass Bakterien in der Intimregion sich nicht übermäßig   vermehren.