Synovia

Synovia - natürlicher Stoßdämpfer der Gelenke 

Synovia ist die zähe, klare, leicht gelblich scheinende Flüssigkeit in den echten Gelenken, die sogenannte Gelenkschmiere, die deren Flächen überzieht. Sie ist auch in Sehnenscheiden und Schleimbeuteln zu finden. Synovia wird von der Membrana synovialis, der inneren Schicht der das Gelenk umgebenden Gelenkkapsel, gebildet. Synovia sorgt für eine Verminderung der Reibung zwischen den Knochen, beziehungsweise deren mit Knorpel überzogenen Enden, bei Bewegungen. Synovia muss immer wieder erneuert werden. Ihre Menge ist von Gelenk zu Gelenk unterschiedlich, jedoch kann ein Wert von 5-9 ml als normal angesehen werden. Der pH-Wert der Synovia bewegt sich zwischen 7 und 8, also im neutralen Bereich.

Zusammensetzung der Synovia

Synovia ist ein Filtrat des Blutserums und setzt sich zusammen aus:


• Wasser

• Proteinen

• Glucose

• Mucine (Schleimbestandteile)

• Zellen (Anteil jedoch sehr gering)

• Fetttröpfchen

• Hyaluronsäure (verantwortlich für die Viskosität der Synovia)

Funktionen von Synovia

Die Synovia ist für die Ernährung des Gelenkknorpels verantwortlich. Dies geschieht durch eine regelmäßige Be- und Entlastung der Gelenke, bei der die Synovia in den Knorpel befördert wird. Aber auch der Abtransport von Abbauprodukten aus dem Knorpel gehört zu den Aufgaben der Synovia. Synovia schmiert die Gelenkflächen und ist deshalb bei Bewegungen von großer Bedeutung. Außerdem wirkt Synovia zusammen mit dem Gelenkknorpel als Stoßdämpfer für die Knochen.
Zur Erhaltung der Synovia und ihrer Funktion, und damit der Vorbeugung schmerzhafter Gelenkerkrankungen sind eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung von entscheidender Bedeutung. 

Erkrankungen im Zusammenhang mit Synovia

Veränderungen in der Zusammensetzung und dem Volumen der Synovia, zum Beispiel durch Entzündungen (Arthritis), können schwerwiegende Folgen haben.Die wohl bekannteste Erkrankung im Zusammenhang mit Synovia ist die Arthrose, eine schmerzhafte und nicht heilbare Gelenkveränderung.
Im Verlauf einer Arthrose nehmen die wässrigen Bestandteile in Synovia vermehrt zu. Schmierende Anteile (z.B. Hyaluronsäure) werden reduziert, was zu einer zunehmend dünneren Gelenkflüssigkeit führt. Diese kann dadurch ihre eigentliche Funktion als  Schmiermittel nicht mehr ausüben. Als Folge wird die Reibung zwischen den Gelenkknorpeln zu groß und diese nutzen sich im Laufe der Zeit ab. Es kommt zu einer Entzündung der Membrana synovialis und zu einer Verminderung der Produktion von Synovia. Dies führt wiederum zu einem reduzierten Stofftransport und dadurch zu einer Unterernährung des Gelenkknorpels, was dessen weiteren Abbau fördert. Schmerzen in den Gelenken sind die Folge. In manchen Fällen kann dann eine Knorpel Transplantation helfen.

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