Synapsen

Definition Synapsen

Die Berührung eines heißen Gegenstandes wird von den Sinneszellen der Haut als thermischer Reiz wahrgenommen. Da die Sinneszellen Nervenzellen sind, entsteht durch den aufgenommenen Reiz eine Erregung. Dies ist eine Ladungsveränderung innerhalb der Zelle, die auch als Aktionspotential bezeichnet wird. Diese Erregung wird zum Gehirn befördert, dort verarbeitet und an die entsprechenden Muskelzellen zurückgeleitet, um augenblicklich die Hand zurückziehen zu können. Diese Erregungsleitung erfolgt über eine Vielzahl von Nervenzellen, auch Neuronen genannt. Für die Übertragung einer Erregung von Neuron zu Neuron oder von Neuron zu Muskelzelle sind Synapsen notwendig. Um Erregungen richtig erfassen und verarbeiten zu können, benötigt besonders das Gehirn viel Energie. Diese Muss über die Nahrung in Form von Mikronährstoffen zu sich genommen werden. Unterstützend können auch Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. 

Aufbau der Synapsen

Die Synapsen befinden sich an der Stelle, wo sich zwei Nervenzellen dicht gegenüber liegen. Das Aktionspotential muss über die Synapsen auf die nächste Nervenzelle übertragen werden. Die Membran der einen Nervenzelle bildet die sogenannte präsynaptische Membran der Synapsen. Die Zellmembran des gegenüberliegenden Neurons die sogenannte postsynaptische Membran. Dazwischen liegt der synaptische Spalt, nur etwa 20 Nanometer breit. Diese drei Bestandteile werden den Synapsen zugeordnet. 

Synapsen und Aktionspotentiale 

Hat ein Reiz im Neuron ein Aktionspotential ausgelöst, durchläuft dieses die ganze Zelle. Am Ende der Zelle muss es den synaptischen Spalt der Synapsen überwinden, um in das nächste Neuron zu gelangen. Obwohl die Entfernung von Zelle zu Zelle sehr gering ist, muss ein Transmitter, also ein Überträger, diese Aufgabe übernehmen. Kommt ein Aktionspotential in den Synapsen an, kann das sogenannte Acetycholin (eine Ammoniumverbindung) als Transmittersubstanz den synaptischen Spalt überwinden. Der Transmitter befindet sich in kleinen Bläschen, den Vesikeln, im Bereich der präsynaptischen Membran. Sie legen sich an die Membran, der Transmitter durchdringt sie und gelangt über den synaptischen Spalt in die postsynaptische Membran der Synapsen. Dort nehmen Rezeptoren die Transmittersubstanzen auf. Über Ionenkanäle werden nun die Ladungsunterschiede übertragen und es bildet sich wieder ein Aktionspotential aus, das das Neuron weiter durchlaufen kann. 

Verschiedene Arten von Synapsen

Der oben beschriebene Vorgang läuft in den chemischen Synapsen ab. Hier wird ein Ladungsunterschied, ein Aktionspotential, mit Hilfe einer chemischen Substanz, dem Transmitter Acetylcholin, an das nächste Neuron weitergegeben. In der überwiegenden Zahl von Synapsen vollziehen sich die Prozesse in dieser Weise. Einige Synapsen können jedoch auch als elektrische Synapsen bezeichnet werden. Hier werden die Aktionspotentiale durch das Vorhandensein von Strukturen zwischen den beiden Membranen direkt über den synaptischen Spalt zum nächsten Neuron geleitet.

Synapsen sind lebensnotwendig

Reize treffen jeden Tag in großer Zahl auf den Organismus. Sie müssen als Erregung weitergeleitet und beantwortet werden. Ohne diese Übertragung durch Synapsen könnte ein Organismus nicht auf Umweltreize reagieren. 

 

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