Spermiogramm

Definition Spermiogramm

Das Ergebnis einer Ejakulatsanalyse beim Mann nennt sich Spermiogramm. Es dient zur Beurteilung der Zeugungsfähigkeit. In der Regel wird ein Spermiogramm erstellt, wenn der Verdacht auf Unfruchtbarkeit besteht. Hierfür kann unter anderem ein Zink- und Selenmangel verantwortlich sein. Für den normalen Erhalt der Spermien und einer gesunden Spermienproduktion sind Zink und Selen unerlässlich. alphabiol Fertilität für den Mann enthält diese und weitere wichtige Mineralstoffe und Vitamine für den menschlichen Körper und die Fertilität.  

Beim Spermiogramm wird die Beschaffenheit der Spermien getestetEin Spermiogramm kann aber auch nach einem chirurgischen Eingriff die Sterilität bestätigen. 
Um ein genaues Ergebnis zu erreichen, wird das Sperma mittels Masturbation nach drei- bis fünftägiger Enthaltsamkeit gewonnen, um ein Spermiogramm zu erstellen. Eine längere Enthaltsamkeit verbessert das Ergebnis nicht wesentlich. In der Regel verflüssigt sich das Sperma nach ca. 15 bis 30 Minuten, was eine notwendige Bedingung für das Spermiogramm ist. Anschließe

nd findet die laboranalytische Untersuchung statt -  das Spermiogramm wird erstellt. Hier wird auf die Samenkonzentration, die Beweglichkeit und die Form geachtet. Das ausführliche Spermiogramm kann noch nicht vom Schnelltest, dem so genannten Spermientest, ersetzt werden. Die Schnelltests weisen nur Teilbereiche des Ergebnisses vom Spermiogramm auf. 

Spermiogramm - Spermatozoenkonzentrationsmessung Für die Erstellung des Spermiogramms wird eine Spermaprobe verwendet

Mittels eines Hämozytometers, einer Zählkammer, wird beim Spermiogramm die Konzentration von Spermatozoen bei der Ejakulation gezählt. Dazu wird das Sperma zweimal verdünnt und in die Zählkammern eingebracht. Dort werden sie von einem Mikroskop betrachtet. Nachdem der Zählvorgang abgeschlossen wurde, kann unter Berücksichtigung der Verdünnung auf die Konzentration zurück gerechnet werden. Der errechnete Wert wird dem Spermiogramm zugeteilt. 

Spermiogramm - Morphologie 

Die Morphologie, das Aussehen der Spermatozoen, gilt als besonders bedeutend, wenn es um die Beurteilung der Fruchtbarkeit beim Spermiogramm geht. 1992 war der Grenzwert für normal geformte Spermatozoen mit 30 % festgelegt. Aktuell findet sich kein gültiger Referenzwert; es gibt jedoch Hinweise darauf, dass in vitro die Zeugungsraten nur dann absinken, wenn der Anteil unter 15 % sinkt.
Die menschlichen Spermatozoen können durch Morphologie nach verschiedenen Kriterien beurteilt werden. Beim Spermiogramm werden die unter dem Mikroskop festgestellten Formstörungen am Kopfteil, Mittelstück und Schwanzteil unterschiedlich gewichtet. 

Spermiogramm – Vitalitätsmessung

Damit die Bestimmung der Vitalität, gekennzeichnet durch den Anteil der lebenden Spermatozoen, erfolgen kann, werden tote Spermatozoen eingefärbt. Beim Spermiogramm wird dafür der besondere Farbstoff Eosin verwendet. Dieser dringt durch die Zellmembran in das Zellinnere ein. Das funktioniert bei lebenden Samenzellen nicht, da sie für Eosin undurchlässig sind. Schlussendlich werden die gefärbten und ungefärbten Zellen unter einem Mikroskop gezählt und dem Spermiogramm hinzugefügt. 
Es lassen sich noch weitere Merkmale durch ein Spermiogramm feststellen. Neben Beweglichkeit oder Anzahl und  Form der Zellen, können beim Spermiogramm auch der Zuckergehalt, der pH-Wert und die Zähflüssigkeit des Spermas bestimmt werden. Des Weiteren geben Merkmale bei einem Spermiogramm, wie zum Beispiel die Farbe oder die Besiedlung mit Bakterien, Anhaltspunkte für Veränderungen des Spermas. 


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