Refertilisierung

Definition Refertilisierung

Als Refertilisierung bezeichnet man einen operativen Eingriff, bei welchem eine zuvor erfolgte Sterilisation wieder rückgängig gemacht wird. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Wiederherstellung der Fruchtbarkeit“ nach einer Phase der Unfruchtbarkeit. Eine Refertilisierung kann sowohl beim Mann als auch bei der Frau durchgeführt werden. 

Refertilisierung beim Mann

Die Refertilisierung ist ein komplizierter operativer mikrochirurgischer Eingriff, der bis zu drei Stunden dauern kann und daher meist in Vollnarkose durchgeführt wird. Nach der Operation bleibt der Patient in der Regel noch 1-2 Tage im Krankenhaus. Bei einer Refertilisierung arbeitet der Chirurg entweder unter dem Mikroskop oder mit einer Lupenbrille. Man nennt den Eingriff auch Vasovasostomie. Die Refertilisierung beginnt damit, dass die Samenleiter freigelegt werden. Dann befreit der Operateur die bei der Sterilisation durchtrennten oder durch Entzündung verklebten Kanäle von Vernarbungen und stellt ihre Durchlässigkeit wieder her. Anschließend näht er die freien Enden zusammen. Sollte während des Eingriffs festgestellt werden, dass keine Samen mehr über den Samenstrang in den Samenleiter gelangen, wird eine Tubulovasostomie vorgenommen. Dies ist eine Art Bypass von den Nebenhoden, in welchen die Samen vorhanden sind, zu den Samenleitern. Eine Tubulovasostomie ist von der Technik her sehr anspruchsvoll und stellt hohe Anforderungen an das Können des Arztes.

Refertilisierung bei der Frau

Auch bei der Frau wird die Refertilisierung meist unter Vollnarkose durchgeführt. Der Chirurg gelangt entweder mit einer Bauchspiegelung (über zwei bis drei kleine Einschnitte werden Spezialinstrumente eingeführt) oder mit einem kleinen Bauchschnitt zu den Eileitern. Auch hier werden die Kanäle gereinigt, von Vernarbungen befreit und die Durchlässigkeit geprüft. Sodann näht der Operateur die Enden unter dem Mikroskop wieder zusammen.

Gründe für eine Refertilisierung

Der häufigste Grund für eine Refertilisierung, hauptsächlich bei Männern, ist keine körperliche Erkrankung, sondern schlichtweg eine neue Beziehung. In einer früheren Partnerschaft wurde bereits mit der Familienplanung abgeschlossen und die Sterilisation durchgeführt. Später scheitert die Beziehung und eine neue jüngere Frau kommt ins Leben, die noch keine Kinder hat. So flammt erneut der Wunsch nach gemeinsamen Kindern auf und die Refertilisierung soll helfen. Es gibt aber auch gesundheitliche Gründe, sowohl beim Mann als auch bei der Frau. So können Entzündungen der Samen- oder Eileiter zu Verklebungen und Vernarbungen führen, so dass keine Durchlässigkeit mehr für Samen oder Eizelle besteht. Durch eine Refertilisierung wird eine Schwangerschaft wieder möglich. Um Die Spermienproduktion nach einer Refertilisierung zu unterstützen kann auch zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen werden. Insbesondere alphabiol Fertilität für den Mann sorgt mit seinen Inhaltsstoffen Zink und Selen sowie weiteren wichtigen Vitaminen für den Erhalt einer normalen Spermienproduktion.

Erfolgschancen einer Refertilisierung

Der Erfolg einer Refertilisierung hängt weitestgehend vom Können und der Erfahrung des Operateurs ab. Aber auch die Zeit spielt eine Rolle. Je länger die Sterilisation oder die Vernarbung zurückliegt, desto schlechter sind die Erfolgschancen. Nach einer Refertilisierung kann es einige Monate dauern, bis eine Schwangerschaft möglich ist. 


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