Neugeborenengelbsucht

Definition Neugeborenengelbsucht 

Die Neugeborenengelbsucht, auch Neugeborenenikterus genannt, bezeichnet eine mehr oder weniger sichtbare Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute des Neugeborenen. Es handelt sich dabei um Bilirubin (gelber Gallenfarbstoff), ein Abbauprodukt der roten Blutkörperchen. welcher nach der Geburt vermehrt abgebaut wird. Werden bestimmte Grenzwerte der Neugeborenengelbsucht nicht überschritten, spricht man von der physiologischer Neugeborenengelbsucht. Werden diese Grenzwerte überschritten, sind Untersuchungen notwendig, um die Ursache der Neugeborenengelbsucht zu finden. Eine Behandlung ist in diesem Fall notwendig.

  • Vor der Geburt kann man die Neugeborenengelbsucht nicht feststellen. Auch Untersuchungen des Mutterkuchens oder eine sogenannte Chorionzottenbiopsie können keine Aufschlüsse geben. Was die Mutter während der Schwangerschaft jedoch tun kann, ist ihren Körper neben Geburtsvorbereitungskursen und Gymnastikübungen durch die Aufnahme von gesunder Nahrung so zu unterstützen, dass auch der Embryo optimal versorgt wird. Wichtig ist hier die Aufnahme von Folsäure, da sich der Folsäurebedarf in der Schwangerschaft erhöht. Dieser kann nicht immer durch die Nahrungsaufnahme gedeckt werden. Hier kann auf Folsäureprodukte verwiesen werden. Insbesondere alphabiol Schwangerschaft für die Frau enthält einen hohen Folsäureanteil. Außerdem muss es dank des innovativen „2-Phasen-Systems“ im Gegensatz zu anderen Produkten nicht nach der 13.Schwangerschaftswoche gewechselt werden.

Die Ursachen der Neugeborenengelbsucht

Zur physiologischen Neugeborenengelbsucht kommt es oftmals, wenn aufgrund verspäteten Anlegens (Laktation) oder Stillproblemen, die Verdauung des Kindes zu wenig angeregt wird. Das abgebaute Bilirubin wird normalerweise mit den ersten Stuhlgängen ausgeschieden. Der erste Stuhl wird als Kindspech bezeichnet und ist schwarz. Die nächsten Stuhlgänge sind dunkel und wechseln schließlich von grün nach gelb. Kommt die Verdauung des Kindes am Anfang nicht richtig in Schwung, wird das entstandene Bilirubin wieder ins Blut abgegeben, und lagert sich in Haut und Schleimhäute ein. Die physiologische Neugeborenengelbsucht ist im Normalfall nach 10 Tagen vorbei.
Eine weitere leichte Form der Neugeborenengelbsucht ist die Muttermilchgelbsucht. Diese beginnt erst einige Tage nach der Geburt, während sich die Mutter im sogenannten Wochenbett befindet. Diese Form ist relativ selten, und kann wochen- bis monatelang andauern. Die Kinder reagieren bei dieser Neugeborenengelbsucht mit Gelbfärbung als Reaktion auf die Muttermilch. Um andere Formen auszuschließen werden meist Blutuntersuchungen durchgeführt. Bleibt auch hier der Bilirubinwert innerhalb bestimmter Grenzen, ist die Neugeborenengelbsucht kein Grund zur Besorgnis, sollte aber genau überwacht und beobachtet werden.
Schwerere Formen der Neugeborenengelbsucht können Hinweise auf Blutgruppenunverträglichkeiten zwischen Mutter und Kind sein. Auch Stoffwechselprobleme, Schilddrüsenerkrankungen, Probleme mit den Gallengängen und eine ererbte Anämie äußern sich in Neugeborenengelbsucht. Steigen die Bilirubinwerte stark an, kann es zum Durchdringen der Blut-Hirn-Schranke kommen, und es entsteht ein sogenannter Kernikterus. Dabei wird Bilirubin in Teilen des Gehirns abgelagert. Unbehandelt kann ein Kernikterus zu geistigen Entwicklungsstörungen sowie Seh- und Hörschäden führen.

Die Behandlung der Neugeborenengelbsucht

Werden die Grenzwerte der Neugeborenengelbsucht nicht überschritten, sollte auf ausreichend Nahrung geachtet werden. Dies tut man, um eine leichte Neugeborenengelbsucht nicht zu verschlimmern. In diesem Fall ist es ausreichend, das Baby dort hinzulegen, wo viel Licht einfällt (jedoch keine direkte Sonne). 
Bei schweren Fällen wird der Abbau des Bilirubins durch die Lichttherapie, auch Phototherapie, unterstützt. Hierbei macht man sich zu Nutze, dass sich das fettlösliche Bilirubin mit Hilfe von blauem Licht in eine wasserlösliche Form umbaut. Diese kann leichter ausgeschieden werden. Tritt die Neugeborenengelbsucht aufgrund einer Blutgruppen-Unverträglichkeit auf, wird eine Bluttransfusion notwendig, bei der das Blut ausgetauscht wird. 


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