Nebenhoden

Definition Nebenhoden

Die Nebenhoden sind Teil der männlichen Geschlechtsorgane und befinden sich im Hodensack, dem Scrotum, unmittelbar an den Hoden.

Anatomie der Nebenhoden

Geformt wie eine sich verjüngende Röhre beginnen die Nebenhoden am oberen Teil der Hoden und ziehen sich halbmondförmig zu ihrem unteren Ende. Von dort führen sie letztendlich zu den Samenleitern. Die Nebenhoden sind nicht gleichmäßig dick. Ihr größter Durchmesser ist an ihrem Beginn. Dieser Teil der Nebenhoden wird Kopf genannt. Der Körper verjüngt sich und endet schließlich in einem schmalen Kanal. Dieser Schwanz gibt die Spermien direkt in die Samenleiter ab. Insgesamt ist die äußere Struktur der Nebenhoden nur rund 5 cm lang. Unter dem sie umgebenden Bindegewebe verbirgt sich jedoch eine Röhre von bis zu 6 m Länge, die die Spermien auf ihrem Weg zu den Samenleitern zurücklegen müssen. 

Funktion der Nebenhoden

Die Nebenhoden übernehmen eine unverzichtbare Funktion bei der Fortpflanzung. Verlassen die Spermien die Hoden, sind sie noch nicht ausgereift. Die Nebenhoden versorgen die Spermien mit Nährstoffen (wie Zink und Selen)und vollenden den Reifeprozess (Spermatogenese). Zink und Selen sind zusammen mit weiteren wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen auch im Nahrungsergänzungsmittel alphabiol Fertilität für den Mann enthalten, das vorbeugend eingenommen werden kann.
Vorher sind die Spermien bewegungsunfähig und nicht in der Lage eine Eizelle zu befruchten. Auf ihrem Weg durch die Nebenhoden wird innerhalb der Spermien ein Protein aktiviert, das sich im Schwanz der Spermien befindet. Es ermöglicht die Aufnahme von Kalzium-Ionen, die zu Kontraktionen führen und die typischen Schwimmbewegungen der Spermien erst ermöglichen. Bevor die Bewegungsfähigkeit der Spermien entwickelt ist, transportieren die Muskeln der Nebenhoden die Spermien weiter. Die ausgereiften Spermien werden im Schwanz der Nebenhoden gesammelt und während der Ejakulation in die Samenleiter abgegeben.

Erkrankungen der Nebenhoden

Die bekannteste Erkrankung der Nebenhoden ist die Epididymitis. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Nebenhoden, die verschiedene Ursachen haben kann. Die Infektion kann durch eine Übertragung während des Geschlechtsverkehrs ausgelöst werden, aber auch als Folge einer nicht mehr voll funktionsfähigen Prostata. Es steigen Bakterien bis in die Nebenhoden auf und verursachen dort im Zuge der Infektion Schmerzen und Schwellungen des Hodensacks. Die Epididymitis erfordert eine ärztliche Behandlung, um einen Abszess oder eine Ausbreitung mit Zerstörung der feinen Kanäle in den Nebenhoden zu verhindern. Zu den Folgen einer unbehandelten Epididymitis kann eine Ausbreitung auf die Hoden selbst und in letzter Konsequenz auch Unfruchtbarkeit gehören. 


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