Mutterkuchen

Was ist der Mutterkuchen?

Der Mutterkuchen, in der medizinischen Fachsprache auch als Plazenta bezeichnet, spielt eine entscheidende Rolle in der weiblichen Schwangerschaft. Gemeinsam mit der Nabelschnur hilft der Mutterkuchen, das neue menschliche Leben aufzubauen. Hauptaufgabe des Mutterkuchens während der Schwangerschaft ist es nämlich, das Ungeborene mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Weiterhin ist der Mutterkuchen für die Produktion verschiedener Hormone verantwortlich. 
Wie entsteht der Mutterkuchen?
Der Mutterkuchen entsteht unmittelbar nach der Einnistung des Embryos in die Eizelle. Dieser wächst aus den Zellen der Gebärmutterschleimhaut heran. Bei dem Mutterkuchen handelt es sich um ein flaches Organ, welches im Laufe der Schwangerschaft auf eine Größe von immerhin 15 bis 20 Zentimeter heranwächst. Es kann ein Gewicht von bis zu 500 Gramm erreichen. Unmittelbar verwachsen ist die Plazenta mit der Nabelschnur. 

Hauptaufgaben vom Mutterkuchen

Der Mutterkuchen hat die wichtige Aufgabe, das ungeborene Leben mit Vitaminen, Nährstoffen, Wasser und Sauerstoff zu versorgen. Auch werden schädliche Produkte, beziehungsweise Abfallprodukte, wie Kohlendioxid vom Mutterkuchen entsorgt. Ebenso werden Giftstoffe aus dem Blut der Mutter gefiltert und ebenfalls entsorgt. Auch die Bildung von lebenswichtigen Hormonen gehört zu den Aufgaben des Mutterkuchens. Das Hormon Progestoron beispielsweise sorgt für den geregelten Ablauf der Schwangerschaft sowie das stetige Wachstum der Gebärmutter. Das humane Plazentalaktogen wiederum ist verantwortlich für die Bildung der Milchdrüsen. Auch dieses Hormon wird vom Mutterkuchen gebildet. 
Eine weitere nicht unerhebliche Aufgabe vom Mutterkuchen ist es, Antikörper aus dem Blutkreislauf der Mutter aufzunehmen und diese an das Kind weiterzugeben. Somit wird dieses gegen Krankheiten wie Pocken, Masern oder Diphterie geschützt. Jedoch sind auch die Möglichkeiten des Mutterkuchens begrenzt. So erhöht sich während der Schwangerschaft der Folsäurebedarf der Frau. Diese kann nicht vom Mutterkuchen gebildet werden und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Um den erhöhten Bedarf komplett zu decken, kann auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden, um die Folsäureaufnahme zu unterstützen. Insbesondere alphabiol Schwangerschaft für die Frau enthält einen hohen Folsäureanteil. Es muss dank des innovativen „2-Phasen-Systems“ im Gegensatz zu anderen Produkten nicht nach der 13.Schwangerschaftswoche gewechselt werden.

Der Mutterkuchen und Komplikationen während der Schwangerschaft

In Verbindung mit dem Mutterkuchen kann es während der Schwangerschaft zu Komplikationen kommen. Eines der am häufigsten auftretenden Risiken ist die sogenannte Plazentainsuffizienz. Bei dieser versorgt der Mutterkuchen den Embryo nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen. Rauchen und Diabetes sind die häufigsten Auslöser für diese Art der Komplikation. Ob der Embryo trotzdem gesund ist kann durch Untersuchungen, wie beispielsweise einer  Chorionzottenbiopsie, festgestellt werden.

Ebenfalls können Plazentablutungen auftreten. Diese entstehen durch kleine Risse in den Blutgefäßen. In der Regel jedoch sind diese schmerzlos und hören von alleine wieder auf. Auch kann es sein, dass der Mutterkuchen den Muttermund bedeckt und so den Geburtskanal versperrt. In diesem Fall kann eine Kaiserschnitt Geburt durchgeführt werden.

Was passiert mit dem Mutterkuchen nach der Geburt?

Nach dem Trennen der Nabelschnur kommt es zu den sogenannten Nachwehen. Bei diesen wird der Mutterkuchen zusammen mit den Eihäuten und einem Rest der Nabelschnur aus dem Körper ausgestoßen. Hebamme beziehungsweise Frauenarzt unterstützen diesen Vorgang meist durch ein Ziehen an der Nabelschnur. Auch die Mutter kann sich durch Geburtsvorbereitungskurse und Gymnastikübungen auf diesen Moment vorbereiten. Wird der Mutterkuchen nicht vollständig ausgestoßen, kann dies zu schweren Blutungen führen. 
Lief die Geburt ohne Probleme, kann die Mutter früh anfangen, den Säugling zu stillen. Dieser Vorgang wird  auch Laktation genannt. Anschließend beginnt die Phase des sogenannten Wochenbetts. Hier kann sich die Frau nach der Geburt erholen und zu neuen Kräften kommen.


• Weitere Informationen alphabiol Schwangerschaft für die Frau

Weitere Informationen zum Thema Geburt
  • Kaiserschnitt Geburt
    Die Kaiserschnittgeburt ist eine operative Methode, um ein Kind auf die Welt zu bringen. Hier Informationen über die Gründe und den Verlauf von Kaiserschnittgeburten.
  • Neugeborenengelbsucht
    Bei der Neugeborenengelbsucht färben sich Haut und Schleimhäute des Babys gelblich. Informationen zu Ursachen, Konsequenzen und Behandlungsmethoden gibt es hier.
  • Wochenbett
    Das Wochenbett dient als Erholung für die Frau nach der Geburt. Hier erhalten Sie weitere nützliche Informationen zum Wochenbett.