Motorische Endplatte

Definition Motorische Endplatte

Die Motorische Endplatte befindet sich im menschlichen Körper und hat hier eine wichtige Funktion als Brücke zwischen Nervensystem und dem Bewegungsapparat. Damit Bewegungsabläufe des menschlichen Körpers uneingeschränkt funktionieren können, bedarf es eines Zusammenspiels zwischen menschlichem Nervensystem und der Muskulatur. Beide sind  für Bewegungsabläufe verantwortlich. Beabsichtigte Bewegungen werden als eine Form 'Befehl' durch verschiedene miteinander kommunizierende Nervenfasern an Muskelfasern gesendet. In einem letzten Übertragungsschritt trifft der Befehl schließlich auf die Motorische Endplatte eines Muskels, der bewegt werden soll und führt so zur Bewegung. Die Motorische Endplatte eines Muskels übersetzt also quasi das Nervensignal in eine erfolgende Bewegung. Das Nervensystem selbst ist für die Ausführung der Befehle auf Vitamine und Mineralstoffe angewiesen. Diese können dem Körper von außen, zum Beispiel in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, zugeführt werden.

Motorische Endplatte und Muskulatur

Bei einem Muskel, der über eine Motorische Endplatte verfügt, handelt es sich um einen Muskel der sogenannten quergestreiften oder willkürlichen Muskulatur. Diese Muskulatur umfasst Muskeln, die willentlich an- und wieder entspannt werden können; anders, als beispielsweise die sogenannte längsgestreifte Muskulatur wie unter anderem die der Verdauungsorgane: Die Tätigkeit einer solchen Muskulatur verläuft unwillkürlich und unterliegt nur zu einem sehr geringen Anteil dem Willen. Auch verfügt ein entsprechender Muskel nicht über eine Motorische Endplatte.
Eine Motorische Endplatte existiert beispielsweise bei Muskelfasern der Skelettmuskulatur. Die Motorische Endplatte verdankt ihrer Funktion auch ihren Namen: Die Motorische Endplatte ist mitverantwortlich für das Funktionieren der Motorik - also der Gesamtheit koordinierter menschlicher Bewegungen.  

Motorische Endplatte und Nervensystem

Eine Motorische Endplatte nimmt ihre Informationen lediglich von einer bestimmten Art von Nervenfasern, den sogenannten efferenten Nervenfasern entgegen. Als efferente Nervenfasern werden solche Fasern bezeichnet, die Signale des zentralen Nervensystems (Gehirn oder Rückenmark) zu ausführenden Muskelgruppen (oder auch Organen) leiten. Dort leiten sie Reaktionen ein.   
Eine Motorische Endplatte kann beispielsweise mit einem Areal im Gehirn, das mitverantwortlich ist für die Steuerung von Bewegungen ist, in Verbindung stehen: Dem sogenannten motorischen Kortex (der Ausdruck 'Kortex' bezeichnet dabei die Hirnrinde). Der Impuls für eine Bewegung von Muskelfasern der willkürlichen Muskulatur wird nun vom zentralen Nervensystem weitergeleitet. Über hintereinander geschaltete Nervenfasern erreicht er schließlich eine Motorische Endplatte. Die Übertragung des Nervensignals von einer leitenden Nervenfaser zur nächsten Nervenfaser verläuft mithilfe sogenannter Synapsen: Dies sind Verbindungsstellen zwischen dem Ende einer Nervenfaser und dem Anfang einer weiteren Nervenfaser. Ein Signal durchläuft eine einzelne Nervenfaser dabei durch die Verschiebung elektrischer Ladungen, die eine Kettenreaktion auslösen. Wird das Signal schließlich an eine Motorische Endplatte einer Muskelfaser übertragen, geschieht dies nicht mehr durch Synapsen, sondern durch die entsprechende Motorische Endplatte: Das Signal hat nun sein Ziel erreicht. 

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