Knorpel Transplantation

Knorpel Transplantation bei Arthrose

Eine Knorpel Transplantation ist ein operativer Eingriff, der in der Regel am Sprunggelenk und Kniegelenk vorgenommen wird. Der Grund für eine Knorpel Transplantation ist häufig Arthrose, eine krankhafte Abnutzung des Gelenkknorpels. Die beschädigte Knorpelschicht führt zu Schmerzen im Gelenk und hat oft Medikamenteneinnahme und eine eingeschränkte Beweglichkeit zur Folge. Besonders bei jüngeren Patienten und Personen mit geringen Knorpelschäden kann eine Knorpel Transplantation die Folgen der Arthrose mildern oder ganz beheben.
Um den Erhalt des Knorpels im Generellen zu sichern, kann gesunder Sport wie zum Beispiel Radfahren und Schwimmen ausgeübt werden. Auch eine gesunde Ernährung leistet einen positiven Beitrag. 

Das Prinzip der Knorpel Transplantation

Für die Durchführung einer Knorpel Transplantation wird zunächst eine vorbereitende Operation (Arthroskopie) am betroffenen Gelenk vorgenommen. Dabei werden durch kleine Schnitte am Gelenk Knorpelzellen (Chondrozyten) entnommen. Diese Knorpelzellen werden dann im Labor vermehrt und anschließend auf einer Membran, einer Art dünner Hautschicht, angesiedelt. Bei der eigentlichen Knorpel Transplantation wird dieses Häutchen dann operativ in das betroffene Gelenk eingesetzt. Die Membran selbst wird nach der Knorpel Transplantation vom Körper abgebaut und löst sich auf. Die bei der Knorpel Transplantation eingesetzten Knorpelzellen vermehren sich und bauen so den beschädigten Gelenkknorpel wieder auf. Alternativ zur Züchtung von Zellen kann der Knorpel auch aus den Randbereichen des Gelenks entnommen und direkt in die geschädigten Gelenkregionen eingesetzt werden.

Die Vorteile einer Knorpel Transplantation

Sowohl für die Entnahme von Knorpelzellen, als auch bei der Knorpel Transplantation selbst sind nur kleine Schnitte am operierten Gelenk notwendig. Dadurch gilt die Knorpel Transplantation als sehr gewebeschonender und verträglicher Eingriff. Nach der Durchführung der Knorpel Transplantation darf der Patient zunächst das Gelenk nur eingeschränkt belasten. Dafür erhält er eine Gelenkschiene und Gehstöcke. Teilweise werden zusätzlich auch krankengymnastische Übungen angeordnet. Nach etwa acht Wochen ist eine Alltagsbelastung des Gelenks möglich. Die Knorpel Transplantation gewährleistet also eine schnelle Erholung des Patienten. Gelenkschonende Sportarten, wie beispielsweise Radfahren, können bereits drei Monate nach der Knorpel Transplantation wieder durchgeführt werden. Nach einem Jahr sind dann auch intensivere Belastungen wieder möglich. Durch eine Knorpel Transplantation kann somit die volle Funktionsfähigkeit des Gelenks hergestellt werden.

Die Grenzen der Knorpel Transplantation

Die Durchführung einer Knorpel Transplantation unterliegt auch Grenzen. So kann diese Operationstechnik nicht bei stark fortgeschrittener Arthrose angewandt werden. Auch Beinfehlstellungen (X- oder O- Beine) oder ein allgemein schlechter Gesundheitszustand des Patienten sprechen gegen eine Knorpel Transplantation. Darüber hinaus ist eine Knorpel Transplantation aus technischen und mechanischen Gründen nicht an jedem Gelenkanteil möglich. Außerdem müssen auch die Kosten einer Knorpel Transplantation von mehreren Tausend Euro bedacht werden. Sie werden oft nur bei Privatpatienten erstattet, nicht aber bei gesetzlich Versicherten. 

Weitere Informationen zum Thema Knorpel
  • Chondrozyten
    Chondrozyten sind Knorpelzellen, die die einzigen Zellen im Knorpelgewebe sind. Mehr Informationen über den Knorpelaufbau finden Sie hier.
  • Endoprothese
    Eine Endoprothese ist ein dauerhaftes Implantat, das operativ eingesetzt wird. Erfahren Sie, in welchen Fällen eine solche Prothese nötig ist.
  • Gelenkknorpel
    Gelenkknorpel sind zentrale Teile der Gelenke. Aufgrund von Abnutzungen kann es zu Gelenkerkrankungen kommen. Erfahren Sie, wie Ihre Gelenke gesund bleiben.