Herz-Kreislauf-Erkrankung

Definition Herz-Kreislauf-Erkrankung

Die Herz-Kreislauf-Erkrankung ist eine teilweise lebensbedrohliche und tödliche Beeinträchtigung. Unter ihr leiden vielfach sogar schon recht junge Menschen. Ihre unterschiedlichen Krankheitsarten haben im Rahmen der sogenannten Volkskrankheiten eine immense Bedeutung erlangt.
Die Begriffsbestimmungen für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung sind variabel. Wie die medizinisch exakte Bezeichnung „Herz-Kreislauf-Erkrankung“ bereits aussagt, handelt es sich um verschiedenartige Erkrankungsbilder. Sie betreffen sowohl die blutführenden Organe wie Arterien, Venen und Kapillaren als auch das Herz selbst. Darüber hinaus beinhaltet die Herz-Kreislauf-Erkrankung abnormale Störungen, die sich auf das Kreislaufsystem beziehen. Unter der Bezeichnung Herz-Kreislauf-Erkrankung werden krankhaften Beeinträchtigungen des Menschen erfasst, die von Geburt an vorhanden sind oder im Laufe des Lebens auftreten.

Ursachen der Herz-Kreislauf-Erkrankung

Die Ursachen, die zu einer Herz-Kreislauf-Erkrankung führen, sind vielschichtig. Zum Einen gibt es angeborene Störungen aufgrund verschiedener Organdefekte oder Störungen des Stoffwechsels. Zum anderen kann die Herz-Kreislauf-Erkrankung entweder als Folgeerkrankung auftreten oder durch eine falsche und ungesunde Lebensweise hervorgerufen werden. Zu den klassischen Faktoren, die eine Herz-Kreislauf-Erkrankung begünstigen, gehören Übergewicht, eine übermäßige Zufuhr fett- und zuckerreicher Nahrungsmittel und nicht ausreichend körperliche Bewegung. Darüber hinaus können natürliche hormonelle Veränderungen oder krankhafte Störungen des hormonellen Systems zur Entstehung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung beitragen. Der übermäßige Genuss von Nikotin, Alkohol und Fett- sowie kohlenhydratreichem Essen trägt dazu bei, Risiken für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung stark zu erhöhen. Durch reduzierte Einnahme von gesättigten Fettsäuren und erhöhter Einnahme von ungesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel Omega-3, wird dem Erhalt eines gesunden Herzens beigetragen.
Eine ausgewogene Gestaltung des Alltags, die als Ausgleich zu Stress und Hektik auch Entspannung und Wohlbefinden fördernde Aktivitäten beinhaltet, reduziert die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Darüber hinaus ist es wichtig, auf die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente zu achten.

Formen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen 

Innerhalb des Überbegriffs Herz-Kreislauf-Erkrankung werden Krankheiten zusammengefasst. Hierzu zählen Arteriosklerose, Schlaganfall, Bluthochdruck sowie anhaltende und wiederkehrende rheumatische Erkrankungen, die beispielsweise die Mitralklappen beeinträchtigen können. Außerdem gelten als Herz-Kreislauf-Erkrankung die ischämischen Störungen, Hirnblutungen, Hirninfarkte, Thrombosen und Krampfadern sowie Entzündungen des Herzmuskels.

Allgemeine Therapien der Herz-Kreislauf-Erkrankung

Die Behandlungsmöglichkeiten sind im Laufe der medizinischen Forschung und Praxis sehr wirkungsvoll und vielgestaltig. Die Therapie einer Herz-Kreislauf-Erkrankung hängt davon ab, welches Krankheitsbild diagnostiziert wurde. Die Verfahren beinhalten neben den herkömmlichen therapeutischen Möglichkeiten mit Medikamenten ebenfalls Änderungen der Lebensweise und der Ernährung. Zusätzliche Eingriffe wie das Einbringen eines Herzschrittmachers sowie andere operative Verfahren wie das künstliche Herz oder das Verpflanzen eines Spenderherzens sind ebenfalls möglich. Die Erfolge, die mit einer Therapie gegen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erzielt werden, sind bestimmt durch die medizinischen Möglichkeiten. Aber auch die Nachsorge und eine gesunde Lebensweise der Patienten, die unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden sind entscheidend.

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