Eustress und Disstress

Eustress und Disstress - die zwei verschiedenen Seiten des Stress

Stress ist in unserer heutigen hektischen Zeit weit verbreitet und führt nicht selten zu Depressionen oder gar dem Burnout Syndrom. Daher gilt es weitestgehend zu versuchen, Stress zu vermeiden und die Probleme des täglichen Lebens entspannter anzugehen. Jedoch ist Stress nicht immer nur negativ: der sogenannte positive Stress, auch als Eustress bezeichnet, ist durchaus gut für den menschlichen Körper und schüttet sogar Glückshormone aus. Es gilt Disstress im Gegensatz zum Eustress weitestgehend zu vermeiden. 

Medizinische Fachleute trennen scharf zwischen Eustress und Disstress, da hier große Unterschiede zu erkennen sind. 

Eustress contra Distress - der positive Stress

Diese Form des Stresses sorgt dafür, dass man angespornt wird und seine Aufgaben motiviert erledigt. Langeweile und Unterforderung würden auftreten, wenn dieser Stress nicht auftreten würde. Eustress ist also nahezu überlebenswichtig, denn ohne eine gewisse Erregung wäre das Leben kaum lebenswert. 
Erreicht man ein vorgegebenes Ziel jedoch unter Stress, freut man sich weitaus mehr über das Ergebnis, als wenn einem alles in den Schoß gelegt wird. Ein gutes Beispiel kommt aus dem Bereich Sport: Ein Skifahrer, welcher den Aufstieg auf einen hohen Gipfel allein mit der Kraft seiner Beine bewältigt hat, statt den Lift zu nehmen, wird oben angekommen besonders stolz sein. Denn auch sportliche Aktivitäten können den Eustress auslösen. Durch diesen Eustress gestärkt, wird im Beispiel Skifahrer nun die Abfahrt gleich doppelt so viel Freude bereiten. Eustress fördert also die maximale Leistung eines Menschen.Experten gehen davon aus, dass der Eustress sich sogar als eine Art Stressbewältigung zum Disstress eignet. 

Disstress contra Eustress - der negative Stress 

Im Gegensatz zum Eustress wirkt der sogenannte Disstress nicht fördernd, sondern vielmehr überfordernd. Distress ist dabei die Menge an Stress, welche man kaum mehr bewältigen kann. Der Disstress kann das innere Gleichgewicht eines Menschen so sehr aus dem Takt bringen, dass der Körper mit Krankheiten reagiert. Disstress liegt immer dann vor, wenn eine Situation als gefährlich eingestuft wird oder aber man mit der Bewältigung seiner Aufgaben einfach nicht zurechtkommt. Häufig tritt dieser Disstress bei Personen auf, die ein mangelndes Selbstvertrauen besitzen und sich nicht allzu viel zutrauen. 

Eustress und Disstress - eine gefährliche Waagschale

Während zu viel Stress, also der Disstress, den Menschen überfordert, ist auf der anderen Seite aber auch ein gewisses Maß am sogenannten Eustress durchaus nötig, um produktiv und effektiv arbeiten zu können.
Sowohl Eustress als auch Disstress begegnet uns in zahlreichen Situationen des täglichen Lebens - die Kunst ist es, vor allem den Disstress zu meistern. Den Disstress an sich können wir meist kaum ändern, jedoch aber die Einstellung gegenüber dem Disstress.

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