Chorionzottenbiopsie

Was ist eine Chorionzottenbiopsie?

Die Chorionzottenbiopsie ist ein Verfahren, mit dem man in der Frühschwangerschaft Anhaltspunkte für genetische Störungen oder Stoffwechselkrankheiten feststellen kann. Chorionzotten sind Bestandteile des Mutterkuchens (Plazenta), welcher das Kind im Bauch ernährt. Die Zellen des Mutterkuchens sind in der Regel identisch mit den Zellen des Fötus (ungeborenes Kind). Deswegen eignen sie sich zur Entnahme (Biopsie) und Untersuchung von Erbkrankheiten.

Gründe für eine Chorionzottenbiopsie

Die Chorionzottenbiopsie ist keine Standarduntersuchung. Sie wird nur durchgeführt, wenn sich bei den normalen Ultraschalluntersuchungen oder der Nackenfellmessungen Auffälligkeiten zeigen. Auch bei familiär gehäuften Erbkrankheiten kann die Untersuchung Klarheit bringen. Mit der Chorionzottenbiopsie können Gendefekte wie zum Beispiel Trisomie 21 (Down Syndrom) festgestellt werden. Aber auch Stoffwechsel- und Muskelerkrankungen, wie Mucoviszidose (übermäßige Verschleimung in der Lunge) oder Muskeldystrophie (Muskelschwund) werden erkannt. Jedoch können nicht alle Krankheiten, wie zum Beispiel eine Neugeborenengelbsucht, bei dieser Untersuchung festgestellt werden.Was die Mutter während der Schwangerschaft jedoch tun kann, ist ihren Körper neben Geburtsvorbereitungskursen und Gymnastikübungen durch die Aufnahme von gesunder Nahrung so zu unterstützen, dass auch der Embryo optimal versorgt wird. Wichtig ist hier die Aufnahme von Folsäure, da sich der Folsäurebedarf in der Schwangerschaft erhöht. Dieser kann nicht immer durch die Nahrungsaufnahme gedeckt werden. Hier kann auf Folsäureprodukte verwiesen werden. Insbesondere alphabiol Schwangerschaft für die Frau enthält einen hohen Folsäureanteil. Außerdem muss es dank des innovativen „2-Phasen-Systems“ im Gegensatz zu anderen Produkten nicht nach der 13.Schwangerschaftswoche gewechselt werden.

Durchführung einer Chorionzottenbiopsie

In den meisten Fällen wird eine dünne Hohlnadel über die Bauchdecke bis in die Gebärmutter eingeführt und Teile der Plazenta, die Chorionzotten, abgesaugt. Dieser Vorgang passiert im Gegensatz zur Fruchtwasseruntersuchung, außerhalb der Fruchthöhle. Eine weitere Möglichkeit der Entnahme der gewünschten Zellen stellt das Einführen eines Katheters über die Scheide und den Gebärmutterhals dar. Das Risiko für Komplikationen bei der Chorionzottenbiopsie ist hier allerdings etwas höher. Durchgeführt wird die Chorionzottenbiopsie frühestens in der 11. Schwangerschaftswoche in spezialisierten Zentren und immer unter Ultraschallkontrolle.

Risiken einer Chorionzottenbiopsie

Wie bei der Fruchtwasseruntersuchung, ist auch die Chorionzottenbiopsie mit gewissen Risiken verbunden. Bei der Chorionzottenbiopsie kommt es bei bis zu 2% der Frauen zu einer Fehlgeburt, sehr selten kommt es durch den Eingriff zu einer Frühgeburt. Auch ein Absterben des Fötus während der Schwangerschaft ist möglich. Eine mögliche Langzeitfolge durch eine Chorionzottenbiopsie sind deformierte Arme und Beine.

Genauigkeit der Ergebnisse einer Chorionzottenbiopsie

Das Ergebnis der Chorionzottenbiopsie unterteilt sich in ein Ergebnis aus einem Direktpräparat und einer Langzeitkultur. Die Auswertung des Direktpräparates liegt schon nach 1 - 2 Tagen vor und macht recht zuverlässige Aussagen. Bei Auffälligkeiten kann allerdings das Ergebnis der Chorionzottenbiopsie mit einer Langzeitkultur überprüft werden. Die Ergebnisse liegen nach 10 - 20 Tagen vor, und bieten eine Sicherheit von 99,8%.

Kosten der Chorionzottenbiopsie

Die Durchführung der Chorionzottenbiopsie erfolgt erst nach Anordnung durch den Arzt und wird von den Krankenkassen übernommen. 



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