Arteriosklerose

Definition Arteriosklerose

Die Arteriosklerose wird  im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Sie ist eine Verengung der Arterien - also der Blutgefäße, die vom Herzen das Blut in die einzelnen Organe transportieren. 
Arteriosklerose kann eine Vielzahl gefährlicher Herz- und Kreislauf-Erkrankungen auslösen; diese wiederum sind in Deutschland Todesursache Nummer Eins. Denn nicht selten ist ein Herzinfarkt oder Schlaganfall die drastische Folge einer Arteriosklerose.Auch bei einer Gefäßverengung in den Beinen kann es zu Komplikationen und schlimmstenfalls zu einem Verlust der unteren Gliedmaßen kommen. Bereits im Jugendalter können Verengungen der Gefäße auftreten, jedoch werden diese meist erst ab einem bestimmten Alter bemerkt. 
Die Verkalkungen, die eine Arteriosklerose darstellen, werden häufig durch einen zu hohen Anteil an Cholesterin im Blut hervorgerufen. Man kann diesen Cholesterinwert im Blut jedoch durch eine ausgewogene Ernährung beeinflussen.

Symptome der Arteriosklerose

Je nachdem, welche Gefäße im Körper von der Arteriosklerose betroffen sind, können verschiedene Symptome auftreten. Die koronare Herzkrankheit ist eine der häufigsten Folgeerkrankungen, welche sich aus der Arteriosklerose entwickeln kann. Bei dieser kommt es zu einer Verengung der Herzkranzgefäße, welche die Durchblutung des Herzmuskels stark einschränkt. Schlimmstenfalls kann ein Herzinfarkt die Folge sein, wenn sich zusätzlich Blutgerinnsel bilden. Ist wiederum die Halsschlagader von der Gefäßverengung betroffen, kann ein Schlaganfall entstehen. 
Auch die Becken- und Beinarterien können von einer Arteriosklerose betroffen sein. In diesem Fall kann es zu Durchblutungsstörungen sowohl im Ober- als auch im Unterschenkelbereich kommen. Betroffene klagen dann über starke Muskelschmerzen, welche besonders nach längerem Gehen auftreten. Nach einer Ruhepause lassen die Schmerzen dann meist nach. Aus diesem Grund wird dieses Symptom auch als Schaufensterkrankheit bezeichnet. 

Ursachen der Arteriosklerose 

Die Arteriosklerose entsteht durch Ablagerungen in den Blutgefäßen. Dies können Blutfette ebenso sein wie Blutgerinnsel und Kalk. Hauptursache für die Entstehung dieser Gebilde ist das Cholesterin. Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Risikofaktoren. Raucher und übergewichtige Menschen sind weitaus häufiger von der Arteriosklerose betroffen. Gleiches gilt für Diabetes Patienten. Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel sind weitere Risikofaktoren für die Erkrankung Arteriosklerose. Selbst Stress kann Arteriosklerose begünstigen. 

Behandlung der Arteriosklerose

Um eine Arteriosklerose erfolgreich zu behandeln, bedarf es in der Regel Medikamente sowie eine Umstellung der Lebensgewohnheiten. Mit ausreichend Bewegung sowie einer gesunden Ernährung kann man die Arteriosklerose meist gut in den Griff bekommen. Wer das Rauchen weitestgehend aufgibt wird das Risiko der Arteriosklerose ebenfalls senken. Bei der Ernährung wiederum sollte man auf das richtige Verhältnis zwischen Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten achten. Die Medikamente, welche eingesetzt werden, dienen meist dazu, die Blutgerinnung und somit die Bildung eines Blutgerinnsels zu verhindern. Nur in den wenigsten Fällen wird bei einer Arteriosklerose ein operativer Eingriff nötig. 

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